Safer-Sex-Regeln
Kein Samenerguss und kein Menstruationsblut in den Mund nehmen oder schlucken
Safer Sex senkt auch das Übertragungsrisiko von anderen sexuell übertragbaren Infektionen!
Die Zahlen zu HIV / Aids
- Durchschnittlich infizieren sich in der Schweiz 2 Personen pro Tag mit dem HI-Virus
- 2002-2008 stieg die „Pille Danach“ von 8′000 auf 93′500 verkaufte Verpackungen
- In der Schweiz leben heute rund 25′000 Menschen mit dem HIV-Virus und Aids
- Seit Beginn der Epidemie bis Ende Dezember 2007 wurden über 8′600 Aidsfälle gemeldet. 5′738 Menschen sind an den Folgen von Aids gestorben
- Im Jahr 2008 wurden 777 neue positive HIV-Testresultate gemeldet
- Die 2007 neu diagnostizierten Infektionen in der Schweiz verteilten sich auf folgenden Infektionswege:
Männer:
| Geschlechtsverkehr mit Frauen | 29% |
| Geschlechtsverkehr mit Männern | 60% |
| Bereits verwendete Spritzen | 8% |
| Nicht klassifiziert | 3% |
Frauen:
| Geschlechtsverkehr mit Männern | 83% |
Warum Sie sich schützen sollen?
Durch strikte Anwendung eines Kondoms schützen Sie sich sicher gegen Ansteckung durch Geschlechtskrankheiten.
Zehn gute Gründe ein Kondom zu benützen:
- HIV/Aids
- Gonorrhoe (Tripper)
- Syphilis
- Chlamydien
- Hepatitis B (nicht alle Hep Sexuell übertragbar!)
- Herpes genitalis
- Genitalwarzen
- Candidose
- Trichomonaden
- Filzläuse
Wie kann ich das wieder loswerden?
Durch eine Behandlung mit Antibiotika, die ein Allgemein- oder Facharzt verschreibt.
Um eine Ansteckung von vorne herein auszuschliessen – Kondom benutzen!
Wie sicher sind Kondome eigentlich?
Sehr sicher. Kondome sind das einzige Verhütungsmittel, das auch gegen HIV-Infektionen und Geschlechtskrankheiten schützt. Als Verhütungsmittel sind Kondome fast so sicher wie die Pille. Kondome haben einen Pearl-Index von 1 bis 5; die Pille hat einen Pearl-Index kleiner als 1. Der Pearl-Index gibt die Anzahl der Schwangerschaften an, die bei 100 Frauen auftreten, die ein Jahr lang mit ihrem Partner ein bestimmtes Verhütungsmittel verwenden.
Wie lange halten Kondome?
Das Haltbarkeitsdatum ist immer auf der Verpackung jedes einzelnen Kondoms vermerkt. Nach dem Verpacken haben diese eine Haltbarkeit von mindestens 4 Jahre.
Können Kondome reissen?
Ja. Aber die sachgerechte Anwendung und ein respektvoller Umgang mit dem Partner schränken dies fast ein. Jedes Kondom muss gemäß der europäischen Norm EN 600 so stabil sein, dass man im Test 18 Liter Luft hineinpumpen kann, ohne dass es platzt! In der Schweiz auf OK-Siegel achten, ansonsten mindestens CE auf der Packung (europäische Norm)
Wie muss ich meine Kondome aufbewahren?
Kondome sollten kühl, trocken und geschützt vor Hitze oder direkter Sonneneinstrahlung aufbewahrt werden. Sie dürfen auch im Kühlschrank gelagert werden. Auf jeder Verpackung von Marken-Kondomen stehen Hinweise zur fachgerechten Lagerung. Bei Missachtung ist ein Qualitätsverlust in den Grenzbereichen der Belastbarkeit denkbar.
Symptome
Ich habe gehört, dass es körperliche Beschwerden gibt, die auf einekürzlich erfolgte Infektion mit HIV hinweisen.
Was sind das für Beschwerden?
Tatsächlich können körperliche Beschwerden, die zwischen zwei und sechs Wochen nach einer Risikosituation auftreten, den Verdacht stützen, dass eine HIV-Infektion erfolgt ist.Die häufigsten Beschwerden sind ähnlich wie bei einer Erkältung oder einer leichten Grippe: Fieber, Drüsen- und Lymphknoten-Schwellungen, Entzündungen im Rachen-bereich, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit usw.Sie treten bei etwa siebzig bis achtzig Prozent der Menschen auf, die sich neu mit HIV infiziert haben, und klingen im Verlauf der Infektion spontan wieder ab. Sie sehen aber an dieser Liste: Die Symptome sind “alltäglich”, sie kommen auch bei anderen Infektionen vor und sind deshalb nicht zwingend Anzeichen einer HIV-Infektion. Weil die genannten Anzeichen viele Ursachen haben können, ist es wichtig, dass Sie sich in den Wochen nach einer Risikosituation nicht einer allzu ängstlichen Selbstbe-obachtung aussetzen und auf die Symptome “warten”. Sollten aber solche Beschwerden auftreten, lohnt es sich sicher, einen Arzt/eine Ärztin aufzusuchen und mit ihm/ihr offen über Ihre Befürchtungen zu sprechen.Diese/r wird - selbstverständlich mit ihrem Einverständnis - gegebenenfalls einen p24-Antigen- bzw. einen kombinierten Test veranlassen. Um die Anonymität zu wahren, können Sie diesen Test auch an einem der Universitätsspitäler oder in einem Labor machen lassen. Fallen diese Tests negativ aus, muss das Resultat drei Monate nach der Risiko-situation mit einem HIV-Antikörper- oder einem kombinierten Test bestätigt werden. Bis dahin gilt: Kein oder nur geschützter Sex.
Ich habe Angst, dass ich mich angesteckt habe. Was soll ich tun?
Lassen Sie sich nicht von der Angst lähmen, sondern informieren Sie sich. In einem Gespräch mit einer regionalen Aids-Hilfe können Sie abklären, ob tatsächlich ein Ansteckungsrisiko vorliegt. Lassen Sie sich dort beraten, ob ein HIV-Test sinnvoll ist. Sollten Sie sich selbst zu einem HIV-Test entscheiden oder sollte Ihnen eine Ärztin oder ein Arzt einen Test vorschlagen, informieren Sie sich vorher über die verschiedenen Möglichkeiten und Aspekte des Tests (siehe auch HIV-Test). Auch in diesem Falle beraten Sie die regionalen Aids-Hilfen kompetent.



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