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Safer Sex-Regeln

  • Sex nur mit Gummi
  • Kein Sperma oder Blut in den Mund
  • Bei Jucken, Brennen oder Ausfluss zum Arzt

Safer-Sex bedeutet Freude am Leben und Respekt gegenüber deinem Partner. Mit dem Einhalten dieser Regeln schützt du dich vom ungewollten Elterndasein und von Krankheiten, die mit dem Austausch von Körperflüssigkeiten übertragen werden. Dazu gehören unter anderem AIDS oder Hepatitis. Mehr Informationen zu sexuell übertragbaren Krankheiten findest du hier.

Tipps & Tricks

Es ist Samstagnacht, du bist mit deinen Freunden unterwegs. Dein Gegenüber scheint sich sehr für dich zu interessieren und du bist auch nicht abgeneigt. Gut möglich, dass da noch mehr daraus wird. Eine Situation, wie wir sie alle schon erlebt haben. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt um nach dem Gummi zu fragen? Sobald wie möglich? Oder doch lieber erst wenn es schon fast zu spät ist? Solche und ähnliche Situationen bekommst du mit folgenden Gummilove-Tipps gekonnt in den Griff.

Allzeit bereit: Verstaue einen Gummi so, dass du ihn stets dabei hast. Zum Beispiel in der Brief- oder Handtasche.
Du wurdest gefragt ob du mitkommen möchtest?

  • Klar, aber nur „mit em Gummi chummi“.
  • Sex ohne Gummi? – “Don’t be silly, wrap your willy!” Für Fortgeschrittene auch kombinierbar mit erhobenem Zeigefinger und übertrieben ernstem Gesicht.
  • Nimm‘s mit Humor: „Beim Sex mit Gummi verbrennt man mehr Kalorien. Wollen wir gemeinsam abnehmen?“ Alternativ: „Ich hab meinen Gummi vergessen, wollen wir deinen benutzen?“

Was, wenn der Gummi platzt

Girl

  1. Nicht in Panik ausbrechen.
  2. Sperma sofort auslaufen lassen und die Scheide gründlich mit Wasser ausspülen.
  3. Nach Bedarf die Pille danach in der Apotheke oder beim Arzt holen.

Falls notwendig Schritt 1. wiederholen. Bei Unsicherheiten den Frauenarzt um Rat fragen.

Boy

  1. Penis mit lauwarmem Wasser abspülen.
  2. Mit der Partnerin über die Verhütung und das weitere Vorgehen besprechen.

Übung macht den Meister: Damit zum rechten Zeitpunkt alles sitzt, empfiehlt es sich den korrekten Gebrauch des Gummis vorher zu üben. Falls du dich damit noch schwer tust, kein Problem. Befolge einfach die nachstehende Anleitung.

Anleitung

  1. Gummi auspacken- Vorsichtig auch wenn’s schnell gehen muss
  2. Gummi aufsetzten- Reservoir festhalten nicht vergessen
  3. Gummi abrollen- Geht es zu streng, ist er zu eng
  4. Gummi geben- Bei längerem Einsatz empfehlt sich die Nutzung von Gleitcreme
  5. Gummi festhalten- Hinten festhalten und herausziehen

Gummi-Grösse

Nicht sicher, ob die Grösse passt? – Hier findest du bestimmt etwas Passendes. www.mysize.ch

Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft?

Falls du Angst hast, dass mit deiner Verhütung etwas schiefgelaufen sein könnte – z.B. Pille erbrochen, falsche Einnahme, Kondom geplatzt oder sonstige Unsicherheiten – suche dir so schnell wie möglich Rat. Wenn du wartest, ob deine nächste Periode kommt oder nicht, hast du Zeit für stundenlange Gedankenexperimente im Stil von „Was wäre wenn…“, die meistens deine Angst noch steigern. Mehr Abhilfe schafft ein offenes und ehrliches Gespräch mit deinem Sexualpartner und der Rat eines Arztes oder einer Fachstelle.

Sexuell übertragbare Krankeiten

AIDS/HIV
AIDS ist die Abkürzung von „Acquired Immunodeficiency Syndrome“, was eine Schwächung des Immunsystems beschreibt. Je schwächer das Immunsystem, desto geringer ist die Abwehrfähigkeit des Körpers gegenüber Krankheitserregern. Folglich kann bei einer AIDS-Erkrankung beispielsweise eine Erkältung zum Tod führen, da sich der Körper nicht mehr dagegen wehren kann. AIDS ist ein fortgeschrittenes Stadium von HIV. HIV steht für „Human Immunodeficiency Virus“, zu Deutsch Menschliches Immunschwäche-Virus. Die Zeit von einer Ansteckung mit HIV bis zum Ausbruch von AIDS kann bis zu 10 Jahren dauern. Das heisst, dem normalen Krankeitsverlauf entsprechend, steckt man sich nicht mit AIDS an, sondern mit HIV. Das Virus kann durch Sperma, Scheidenflüssigkeit, Blut und auch Muttermilch übertragen werden. Wie folgt sah die Verteilung der Übertragungsarten bei den Neuansteckungen 2010 aus. 2010 wurden in der Schweiz insgesamt 609 Personen mit dem HI-Virus infiziert, überwiegend beim ungeschützten Sex. Das sind durchschnittlich zwei Infektionen pro Tag. Momentan leben total 32‘303 Menschen mit dem HI-Virus in der Schweiz. HIV/AIDS ist nicht heilbar. 

Hepatitis
Bei Hepatitis handelt es sich um eine Entzündung der Leber. Die Leber ist das zentrale Organ des gesamten Stoffwechsels. Hepatitis wird je nach Krankheitserreger in Hepatitis A, B oder C unterschieden. Sie unterscheiden sich durch die Art und Weise der Ansteckung, aber alle können eine Leberentzündung hervorrufen. Der Erreger, der bei ungeschütztem Sex übertragen werden kann, ist Hepatitis B.
In der Schweiz erkranken jährlich 100 Personen an Hepatitis B. Männer sind dabei mit 75% weitaus stärker betroffen. Meistens heilt eine Hepatitis-B-Erkrankung vollständig aus, weniger als 1% sterben daran. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass die Erkrankung chronisch wird. Das heisst, dass sie sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Dies ist bei etwa 10% der Erkrankten der Fall.

Herpes
Herpes ist bekannt als juckende und brennende Bläschen, welche vorwiegend im Mund und Gesichtsbereich auftreten. Es ist aber auch möglich Herpes im Genitalbereich zu haben. Davon sind rund 20% der Schweizer Bevölkerung sind betroffen. Herpes wird übertragen durch Schleimhautkontakt. Herpes ist nicht heilbar, jedoch lassen sich die Symptome mindern.

Tripper
Tripper, fachsprachlich Gonorrhoe, ist eine der am häufigsten sexuell übertragenen Krankheiten. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Harnröhre, was zu Schmerzen und eitrigem Ausfluss beim Urinieren führt. Daher kommt auch der Name Tripper („In Tropfen herabfallen“).
In der Schweiz kommt es jährlich zu 950 Infektionen, am stärksten ist die Altersgruppe der 20 bis 24-Jährigen betroffen. Tripper ist heilbar mittels einer Antibiotikatherapie.

Chlamydien
Etwa 70% der Frauen und 25% der Männer mit einer Chlamydien-Infektion haben keine Beschwerden. Falls doch, machen sich diese – ähnlich wie beim Tripper – durch Schmerzen beim Wasserlassen bemerkbar. Laut Schätzungen des Bundesamts für Gesundheit sind 3 bis 10% der Bevölkerung davon betroffen. Unbehandelte Infektionen können Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit beziehungsweise Sterilität mit sich ziehen. Jedoch ist dies nur selten der Fall. Chlamydien sind mit Antibiotika therapierbar.

Syphilis
Syphilis erkennt man durch Geschwürbildungen, die von selbst wieder abklingt und meistens nicht mit Schmerzen verbunden sind. Wird Syphilis nicht behandelt, folgt ein Ausschlag am ganzen Körper, welcher nicht juckt und auch wieder verschwindet. Im weiteren Krankeitsverlauf können Schädigungen am Nervensystem auftreten, welche bis zum Tod führen können.
In der Schweiz werden jährlich 350 Menschen mit Syphilis angesteckt, davon sind 80% Männer. Rechtzeitig erkennt ist Syphilis heilbar.

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